{"id":373,"date":"2020-11-02T09:33:52","date_gmt":"2020-11-02T09:33:52","guid":{"rendered":"http:\/\/pierre-dominique-ponnelle.com\/?post_type=project&#038;p=373"},"modified":"2020-11-19T10:19:54","modified_gmt":"2020-11-19T10:19:54","slug":"tashkenter-requiem-2011","status":"publish","type":"project","link":"http:\/\/pierre-dominique-ponnelle.com\/?project=tashkenter-requiem-2011","title":{"rendered":"\u201eTashkenter Requiem\u201c f\u00fcr 15 Musiker oder Kammerorchester (2011)"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.0.9&#8243;][et_pb_row column_structure=&#8220;2_5,3_5&#8243; _builder_version=&#8220;4.0.9&#8243;][et_pb_column type=&#8220;2_5&#8243; _builder_version=&#8220;4.0.9&#8243;][et_pb_image src=&#8220;http:\/\/pierre-dominique-ponnelle.com\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Tashkenter_Requiem.jpg&#8220; _builder_version=&#8220;4.0.9&#8243; hover_enabled=&#8220;0&#8243;][\/et_pb_image][et_pb_image src=&#8220;http:\/\/pierre-dominique-ponnelle.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Taschkent_1.jpg&#8220; _builder_version=&#8220;4.0.9&#8243;][\/et_pb_image][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;3_5&#8243; _builder_version=&#8220;4.0.9&#8243;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.0.9&#8243;]<\/p>\n<p>Tashkent, der Hauptstadt Usbekistans, f\u00fchle ich mich besonders verbunden. Oft habe ich am dortigen Opernhaus, dem \u201eTheater Navoi\u201c, dirigiert. Ich bin dann auch in die mystischen St\u00e4dte der Seidenstrasse gefahren, nach Samarkand, Buchara und Chiwa. Die Architektur beeindruckte mich tief, ebenso die Freundlichkeit und Fr\u00f6hlichkeit der Menschen. Einmal habe ich auch am \u201eTheater Ilkhom\u201c in Tashkent gearbeitet: Mit den Musikern des \u201eEnsemble Omnibus\u201c habe ich Gustav Mahlers \u201eLied von der Erde\u201c in der Sch\u00f6nberg-Fassung f\u00fcr Kammerensemble aufgef\u00fchrt. Das war die zentralasiatische Erstauff\u00fchrung dieses Werkes. Ich lernte Mark Weil kennen, den 1952 in Tashkent geborenen Regisseur und Leiter des Theaters. Er hatte es 1976 gegr\u00fcndet, als erstes privat gef\u00fchrtes Theater der Sowjetunion. Im Laufe der Jahre hatte er einen Stamm von Schauspielern, T\u00e4nzern und Musikern an das Theater gebunden, mit denen er von den griechischen Klassikern bis zur Moderne Avantgarde-Theater machte. Im September 2007 wurde er auf offener Strasse ermordet. Ich beschlo\u00df spontan, ein Requiem zu komponieren. Es ist dem Andenken Mark Weils gewidmet, und den Musikern des \u201eEnsemble Omnibus\u201c zugeeignet. Gleichzeitig ist es f\u00fcr alle die fantastischen Musiker geschrieben, mit denen ich in der GUS gearbeitet habe. Viele von ihnen sind der Musik verlorengegangen, sei es, da\u00df sie emigriert sind, sei es, da\u00df sie als Taxifahrer, Bauarbeiter oder als H\u00e4ndler auf den M\u00e4rkten ihren Lebensunterhalt verdienen. Selbst diejenigen, die immer noch in den Orchestern spielen, drohen unter dem Druck des sich radikal \u00e4ndernden, schweren Lebens seelisch zu verk\u00fcmmern. Das \u201eTashkenter Requiem\u201c ist f\u00fcr f\u00fcnfzehn Instrumente geschrieben, ohne Gesang, ohne Text. Es sind die \u00fcblichen \u201ewestlichen\u201c Instrumente: Holzbl\u00e4ser, Horn, Schlagzeug, Gitarre, Klavier, Streicher, und ein usbekisches, das Tshang. Das Hauptthema ist eine Melodie, die ich einer Koran-Rezitation nachempfunden habe. Als Form verwende ich die traditionellen S\u00e4tze des christlichen Requiems. Ausserdem kommen Shofar- Signale vor. Ich wollte so die drei gro\u00dfen monotheistischen Religionen verbinden, die jeweils Beziehungen zu den Beteiligten haben: zu Mark Weil, den Musikern, dem Komponisten.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tashkent, der Hauptstadt Usbekistans, f\u00fchle ich mich besonders verbunden. Oft habe ich am dortigen Opernhaus, dem \u201eTheater Navoi\u201c, dirigiert. Ich bin dann auch in die mystischen St\u00e4dte der Seidenstrasse gefahren, nach Samarkand, Buchara und Chiwa. Die Architektur beeindruckte mich tief, ebenso die Freundlichkeit und Fr\u00f6hlichkeit der Menschen. 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